Nervtage

Mein Hund nervt und ich hab schlechte Laune!
 
Wir kennen sie alle, diese Tage:


Der Hund kläfft bei jeder Kleinigkeit, ist hippelig und „hört“ nicht.
Du bist sowieso schon gestresst und genervt und so spitzt sich eine Spirale zu, die am Ende des Tages weder für dich, noch für deinen Hund schön endet.
Da müsst ihr irgendwie durch, die Nachbarn werden wieder Bemerkungen machen wegen der Bellerei und du haust dir aus lauter Frust 3 Tafeln Schokolade rein…
 
Dabei können auch „diese Tage“ mit ein paar einfach Tricks einigermaßen gut erträglich werden:
 
1.    Zunächst mal, denke an dich selbst.


Ist dein Problem wirklich so weltbewegend schlimm?
Was gibt es Schönes…die Sonne scheint, der nächste Urlaub kann geplant werden, der Briefträger hat freundlich gegrüßt, du bist gesund…usw.usw.


Tu dir selbst etwas Gutes!
Kuschel dich ein und träume dich mit deiner LieblingsCD einfach weg (und lass die Bügelwäsche 30 Minuten länger liegen),
gönn dir ein wohltuendes Vollbad oder tu einfach, was dir gut tut.
 
2.    ATME! 

 

In jeder konkreten Streßsituation, wenn dein Hund, dein Chef, deine Kinder dich nerven….zähle einfach mal ruhig innerlich bis 3 und atme tief ein und aus.
 
 
3.    Dein Hund wird deinen Ärger spüren und ebenfalls „genervt“ sein.
 
Auch jetzt konzentrier dich aufs Atmen, vor jeder Ansage an deinen Hund, atme einmal ruhig durch und beginne erst dann.


Ist es wirklich ein Drama, wenn er jetzt bellt…der Nachbar wird’s womöglich garnicht mitbekommen haben? Die Welt wird nicht untergehen, nur weil dein Hund heute mal den Postboten verbellt hat oder du ihn vorsichtshalber mit einer Schleppleine sichern musst.


Geh zum Spaziergang Wege, von denen du weißt, dass ihr möglichst wenig andere Menschen/Hunde trefft. Habt Spaß, spielt mal wieder gemeinsam ein Spiel… Schnüffelparcurs, Hetzspiele, steuert eure Inseln an.


Oder du lässt den Spaziergang einfach mal einen Tag ausfallen und ihr spielt zu Hause einige Suchaufgaben.


Hunde müssen nicht zwingend körperlich „ausgelastet“ werden, viel wichtiger ist die Qualität des Zusammenseins und vor allem genügend RUHE.

 

Wenn er dennoch ins Verbellen geraten ist, atme tief durch und geht raus aus der Situation.
 
4.    Ist wirklich alles so schlimm?
 
Überlege dir, was läuft alles gut mit deinem Hund?
 
Worauf warst du bisher richtig stolz, wenn er eine knifflige Situation ganz toll gemeistert hat, er ruhig geblieben ist (obwohl du es anders erwartet hast), er trotz Ablenkung beim ersten Ruf neben dir stand, usw.
 
Seid ihr nicht eigentlich doch ein Dreamteam?
 
Setz dich vielleicht mal hin und schreib dir auf, was ihr alles Tolles in eurer gemeinsamen Zeit erlebt und geschafft habt.
 
Ich hoffe, dass hiermit der nächste Nervtag besser bewältigt werden kann und ihr am Ende trotzdem so ein bissl zufriedener mit eurem Hund und euch sein könnt.
 
 
CaniSpeciale ©️Heike Schuh 2019